Sitzungsleitung

Aus Wissensdatenbank FDP Berlin
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Der Erfolg eines Treffens bemisst sich daran, ob und wie die Ziele des Treffens erreicht wurden. Typische Ziele sind:

  • Informations-/ Meinungsaustausch, bspw. Themenabend, Fachdiskussion
  • Öffentlichkeitsarbeit, bspw. Veranstaltungen vor allem für Nicht-Parteimitglieder
  • Beschlussfassung, bspw. Mitgliederversammlungen, Bezirksausschuss
  • Wahlen, bspw. Jahreshauptversammlung
  • Geselligkeit, bspw. Neujahrsempfang, Sommerfest, Weihnachtsfeier

In der Regel erfüllt ein Treffen stets mehrere Ziele. Neben der Zielerreichung ist auch das „wie“ relevant. Aus der FDP-Satzung ergeben sich für einige Formate, bspw. Mitgliederversammlungen, formale Anforderungen zum Ablauf, zu Abstimmungsverfahren sowie Hinweise zum Stil, bspw. dass ein Stören der Sitzung zum Ausschluss führen kann (Hausrecht der Sitzungsleitung). Wichtiger noch sind die im April 2019 beschlossenen Leitlinien zum liberalen Miteinander (Code of Conduct) sowie der Leitbildprozess nach der Bundestagswahl 2013.

Die FDP strebt ein respektvolles Miteinander und breite Beteiligung an, bei dem alle Personen eingeladen sind und sich ermutigt fühlen, mitzuwirken. Ein konfrontativer, ausgrenzender oder herablassender Duktus ist zu vermeiden. Ebenfalls sind rhetorische Hürden für unerfahrene Mitglieder à la „Das können Sie ja nicht wissen, weil…“ oder „Darüber haben wir schon vor drei Jahren gesprochen und entschieden…“ nicht dienlich.

Der Sitzungsleitung kommt eine entscheidende Rolle zu – als Vorbild und als Autorität, um Fehlverhalten einzuhegen. Die Sitzungsleitung eröffnet und führt die Sitzung. Dazu gehört es, am Anfang die wesentlichen Zielen, den Ablauf und die Spielregeln, bspw. Rednerliste, Redezeit, Abstimmungsverfahren, zu erläutern. Dies ist umso wichtiger, je mehr unerfahrene Personen an einem Treffen teilnehmen.

Durch Formate bei denen immer unterschiedliche Mitglieder als Sitzungsleitung, Vortragende oder Moderatoren zum Einsatz kommen, wird die Vielfalt der FDP sichtbar und eine Monopolisierung von Kommunikation verhindert. Ganz besonderer Wert sollte daraufgelegt werden, dass aktive Frauen, den gleichen Raum bekommen wie aktive Männer und dadurch weibliche Mitglieder den Anreiz bekommen sich ebenfalls stärker einzubringen. Die Mitgliedschaft in einer Partei ist ehrenamtlich und Menschen, die sich für eine Mitgliedschaft entscheiden, müssen auch die Möglichkeit bekommen aktiv zu sein und das möglichst von Beginn an und bei jedem Veranstaltungsformat.

Die Sitzungsdauer und die Wahl des Sitzungsortes können entscheidend für den Erfolg einer Sitzung sein. So ist es sinnvoll, die Dauer des offiziellen Teils einer Veranstaltung auf maximal 2 Stunden zu begrenzen und dies auch von Beginn an so zu kommunizieren. Im Anschluss an den offiziellen Teil kann dann der inoffizielle folgen, dessen Teilnahme aber rein fakultativ ist. So kann auch für Mitglieder mit familiären Verpflichtungen eine Beteiligung an Sitzungen erleichtert werden. Bei der Auswahl des Sitzungsortes sollte auf eine freundliche Umgebung geachtete werden. Offene und helle Räume erleichtern gerade Interessenten und neuen Mitgliedern den ersten Austausch.