Großflächenplakate

Aus Wissensdatenbank FDP Berlin
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Begrifflichkeiten

Unter Großflächen versteht man gemeinhin Plakate im Format 18/1. Diese sind im Querformat 356 cm breit und 252 cm hoch. Die Maße im Hochformat lauten 252 cm Breite und 356 cm Höhe. Die Bezeichnung 18/1 leitet sich aus dem Ausgangsformat DIN A1 ab (18 x DIN A1 im Format von 59 x 84 cm). Eine andere gängige Bezeichnung für Großflächenplakate ist „Wesselmänner“. Der Name bezieht sich auf den größten Anbieter der Großflächenplakate in Deutschland, die Wesselmann Werbung GmbH.

Ebenfalls zu den Großflächen können Plakate des Formats 9/1 gezählt werden. Sie weisen die Hälfte der Fläche eines 18/1-Plakats auf und sind 178 cm breit und 252 cm hoch. Sie werden meist nur im Hochformat angeboten.

Budgetplanung

Wie fast überall, sind die konkreten Preise vom Marktumfeld und der nachgefragten Menge abhängig. Bei der Budgetplanung sollte jedoch zwingend eine mindestens einmalige Umplakatierung berücksichtigt und bei der Angebotseinholung konkret abgefragt werden. Zudem sollte im Vorfeld die Frage der Kostenträgerschaft bei etwaigen Reparaturen aufgrund von Witterungsbedingungen oder Vandalismus geklärt werden.

Standortauswahl

Entscheidend für den Erfolg ist, neben dem Motiv, der richtige Standort. Selbstverständlich sind Durchgangsverkehre und hohe Besuchszahlen mit ausschlaggebend. Im Sinne eines effizienten Ressourceneinsatzes sollten Großflächen aber auch prioritär dort gestellt werden, wo potenzielle und bisherige Wählerinnen und Wähler auch leben. Die Landesgeschäftsstelle berät hier gerne. Auch die meisten Anbieter leisten Hilfestellungen.

Mit der konkreten Auswahl von möglichen Standorten und der notwendigen Beantragung einer Standortgenehmigung sollte nicht zu lange gewartet werden. Alle nennenswerten, im Wettbewerb stehenden Parteien haben ein großes Interesse daran, hochfrequentierte Standorte für sich zu sichern. Als Standorte für Großflächenplakate kommen zum Teil auch Privatgrundstücke in Betracht. Werbeanlagen, die keine baulichen Anlagen sind, dürfen weder bauliche Anlagen noch das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild verunstalten oder die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs gefährden. Nach § 10 Abs. 6 der Bauordnung für Berlin ist eine Baugenehmigung hierfür nicht notwendig, sofern sich die Aufstellung der Großfläche auf die Dauer des Wahlkampfs beschränkt.

Erforderliche Genehmigungen und Verfahren

Für das Aufstellen von Großflächenplakaten im Straßenraum ist eine Sondernutzungserlaubnis erforderlich. Diese muss, unter Angabe des genauen Orts, der Anzahl der Plakate sowie postalischer Adresse des Verantwortlichen bei den zuständigen bezirklichen Behörden beantragt werden. Zuständig sind die jeweiligen Ordnungsämter, Straßenverkehrsbehörden oder die Straßen- und Grünflächenämter. Eine Übersicht steht unter https://service.berlin.de/dienstleistung/326063/ zur Verfügung.

Wahlwerbung ist nach § 8 Abs. 14 Nr. 14 der Sondernutzungsgebührenverordnung gebührenfrei.